Was ist Verantwortung? Wofür sollten wir sie übernehmen? Sind Verantwortung und Freiheit ein Widerspruch?

Was hast du dir im letzten Jahr selbst kreiert bzw. manifestiert?

Egal ob du spirituell offen bist, hardcore Wissenschaftler, oder dir alles egal ist.... es gibt Dinge im Leben die wir in der Hand haben. Wenn ich Justin Bieber hören will und entscheide die Musik Nachts um 3 so laut aufzudrehen, dass die Polizei kommt, dann habe ICH das entschieden. Ergo, ich kann jetzt Verantwortung übernehmen, oder auch nicht. Ich könnte es auf den Hund schieben zum Beispiel ( wenn „Baby“ mitten in der Nacht läuft ist er einfach am glücklichsten, schauen sie mal wie er mit dem Schwanz wedelt).

Wenn wir wirklich ehrlich zu uns sind. radikal ehrlich, dann haben wir unsere Lebensumstände heute zu sehr großem Teil selbst herbeigeführt. (Manche Menschen sagen zu 100 Prozent, so absolut will ich bei sowas wie Umweltkatastrophen nicht sein) Alle unsere Gedanken, Handlungen und Absichten des letzten Jahres haben uns hierhergeführt.

Mir ist aufgefallen, dass ich eigentlich nie Verantwortung übernehme. Also nicht im Kern. Klar, ich mach manchmal (meistens zu spät) meine Steuererklärung und so einen Kram. Aber ist das die Verantwortung um die es geht? Ich will keine Verantwortung übernehmen, weil ich mich entscheiden müsste. Zwischen Ben und Jerrys Cookie Dough und Caramel Sutra? Nein... DIE Entscheidung würde ich mit links hinkriegen (einfach beide nehmen) Verantwortung für meinen Weg übernehmen? Das dachte ich schon oft, dass ich das mache. Ich so: „Leidenschaft gefunden. Alles klar... Verantwortung für mich übernehmen heißt dann wohl: Traum leben! Alles wird gut, wenn der Traum in Erfüllung geht!“ Manchmal auch: „Ich glaube ich spüre dass ich umziehen sollte. Das fühlt sich richtig an gerade.“Noch schlimmer: Ich brauche Abstand von dem und dem Menschen, damit ich mich frei fühle und es mir besser geht.“(Das hatte ich sehr oft im Leben)

Ein Verlangen, ein Bedürfnis, eine Absicht und dann Verantwortung übernehmen. Theoretisch bei allen drei Beispielen eingehalten.Jetzt wird’s spannend: auf welchem Level war das alles?

Alle drei Beispiel habe wurden aus einem Loch heraus entschieden. Aus einem Need. In allen drei Fällen soll die Lösung etwas bringen im Leben. Eine Verbesserung. Ein besseres Gefühl, eine Sehnsucht, eine Befreiung und am Ende : Selbstliebe, Liebe und Glücklich sein. Hats funktioniert? Fuck Nein 😀 Aber warum... war doch so schlau was ich vorhatte oder? Joa, aber eine entscheidende Sache hat gefehlt: Verantwortung, richtige Verantwortung.

Hä? Jetzt versteh ich nichts mehr.

Also: Es gibt verschiedene Stufen (ich phantasiere hier mal rum, ganz der Philosoph mit Legasthenie)

Stufe 1: Verantwortung für Weltliches (von nüscht kommt nüscht)
Stufe 2 : Verantwortung für Bedürfnisse
Stufe 3: Verantwortung für die Gefühle darunter

Ich selbst bin ein Genie darin der ersten Stufe aus dem Weg zu gehen. Ist auch nicht der richtige Weg. Klar, man kann gleich zwei und drei probieren, ist aber halt so wie bei einem Haus das erste OG und Dachgeschoß vor dem EG zu bauen. Anders gesagt: Kannste machen, ist dann halt scheiße. Aber egal, ich weiß: Ich habe mir mein Leben so gestaltet, dass ich jetzt da stehe wo ich bin. Klar könnte ich sagen: Oh mir ist alles passiert, oder : wieso passiert mir das alles? Wieso macht diese Person das? Aber wenn ich ehrlich bin weiß ich: ich habe das manifestiert. Warum? Aus Ängsten heraus. (Mit Hilfe der genialen Kreativität meines Egos)

Kurz gesagt: Verantwortung, im Kern heißt:

Verantwortung für seine Gefühle übernehmen.

Seine Bedürfnisse stillen ist ein wundervoller Schritt. Es gibt uns Energie und Freude. Wir sollten auf jeden Fall dem nachgehen und unserer inneren Stimme dazu lauschen. Wenn wir das tun können wir Mut schöpfen uns der nächsten Ebene zu stellen: den Gefühlen darunter. Wenn etwas dran ist an allen geistigen und spirituellen Lehren der Weltgeschichte (die Wahrheit und die Liebe liegt in uns, jederzeit), dann sind Bedürfnisse eben der Schritt vor dieser Erkenntnis. Ein wichtiger Schritt, für den wir uns Credits geben sollten, weil auch das ist schon gar nicht so leicht. Viele Menschen achten zu wenig auf ihre Bedürfnisse und wenn du jemand bist der auf sie achtet, danke dir dafür. Trotzdem sind die Bedürfnisse am Ende ein Versuch, die Antwort im aussen zu finden. Hier wieder: ich baue das nicht nur auf meinen Erfahrunge auf, sondern auf den Worten von viel größeren Seelen.  Wenn alles in uns liegt, dann haben wir eigentlich nur ein Problem. Es liegt was drüber, was es nicht scheinen lässt. Und was liegt drüber? Nicht losgelasene Gefühle. Gewalltige Urgefühle wie die Angst vor dem alleine sein und dem Tod.

Was heißt das jetzt aber? Wenn man ganz ehrlich zu sich ist: Die Freiheit, der erhoffte Neuanfang beim Umziehen, seine Leidenschaft ausleben, der Traumjob: Das alles wird man nicht in den äußeren Umständen finden. Erst wenn die Ängste darunter angeschaut, akzeptiert und losgelassen wurden, wird man das wirklich erleben, oder finden. Manchmal bleiben die Absichten auch danach genau gleich. Wissen kann man das erst, wenn man die Vergangenheit losgelassen hat und alle Gefühle wahrhaftig angeschaut und akzeptiert hat.

Es gibt einen Grund warum wir das nicht fühlen was wir fühlen wollen. Es gibt einen Grund wieso wir vor Menschen weggelaufen (Angst wirklich alles fallen zu lassen). Es gibt einen Grund, warum wir keine wahre und freie Liebe fühlen können, wir nicht in Leidenschaft aufgehen, wir nicht auf Menschen ehrlich zugehen. Es gibt einen Grund warum wir uns immer wieder suggerieren: das und das wird mir eine Lösung bringen. Wird mein Leben besser machen, vollkommen machen... das ist mein Weg der Erlösung.

Und da liegt die Antwort: Ich wollte einen Weg sehen. Den hat mein System mir dann auch gezeigt. Dass ich schon längst da bin, habe ich gerne ignoriert. Weil das hätte bedeutet, inne zu halten. Mir einzugestehen, dass ich, ICH selbst für mich Verantwortlich bin, für meine Realität, für mein Glück, für meine Beziehungen, für meine Wirklichkeit. Ich bin verantwortlich dafür wie ich die Welt sehe, wie ich die Menschen sehe, ob alles blüht und das Leben zelebriert in einem einzigen Fest der Freude und Liebe, oder nicht. Kein anderer Mensch, kein Umstand ist dafür Verantwortlich. Sich das einzugestehen ist wohl eines der mutigsten Dinge die man tun kann im Leben. Es ist so viel leichter die Familie, die Partner, den Chef, Job, die Politik, Corona, seinem Alter und bla dafür die Schuld zu geben, als selbst Verantwortung zu übernehmen für sein Leben. Erst im Weltlichen, dann für die Bedürfnisse und dann (durch die Hinweise der Bedürfnisse) für die Gefühle darunter.

Es ist eine Entscheidung. Vielleicht die wichtigste und mutigste die man im Leben treffen kann. Ich glaube daran dass man sie immer treffen kann. Manchmal fühlt man sich nicht bereit und will noch rumtänzeln, wie Rumpelstilschen um das Feuer. Aber man hat jeden Moment die Möglichkeit sich reinzustellen in das Feuer der Transformation.

Entscheide dich für das Leben. Entscheide dich für dein Leben! Was ist möglich? Was willst du? Woran hast du nie geglaubt, aber es dir so sehnlichst gewünscht? Willst du aus Freude und Frieden heraus lieben, anstatt aus Abhängigkeit?

Und nicht aus einer Angst heraus, oder Erfahrungen heraus jetzt sagen: das geht eh nicht. Oder aus zu viel Verletzung, Demütigung, Komplexen, Tränen, Schmerz heraus: Den Traum habe ich aufgegeben, ich habe mich mit der Realität abgefunden. Da ist kein Feuer mehr, keine Vision, keine Liebe, kein Vertrauen. Das alles ist genau das, wovon ich rede: die Vergangenheit. Diese Gefühle sind die Vergangenheit die wir nicht loslassen. Deswegen Leben wir nicht. Was wir nicht loslassen, wiederholen wir. Und nach wiederholtem Muster fragen wir uns: Was ist jetzt schon wieder passiert? (darin bin ich auch Meister). Es gibt Gründe warum wir einschlafen. Es gibt Gründe dass wir unser Leuchten, unsere Liebe verlieren. Und die Gründe sind nicht da draußen, sie sind in uns. Das ist die wahre Verantwortung. Sein Leben zu erschaffen ohne dass diese aufkommenden negativen Gefühle und Gedanken einen einschränken und hindern. Natürlich werden solche Gefühle aufkommen. Das ist nichts schlimmes, die wollen uns schützen. Das ist unsere Menschlichkeit, liebe sie. Es ist wunderbar Gefühle zu haben, es geht nur darum wie wir damit umgehen. Sie dürfen da sein, sollten uns aber nicht abhalten aus Liebe heraus zu handeln. Aus Freude und aus Frieden.

Rein ins Feuer der Transformation! Fühlen, Loslassen. Es ist wundervoll.

Du bist es Wert, du wunderbares Wesen.

Und wenn man das wirklich getan hat, wird sich eh alles verändert haben und auf einmal merkt man vielleicht, dass die Wohnung doch genau richtig ist, oder man Schafhirte in Neuseeland werden will. Wir erschaffen unsere Realität. Nicht nur so ein Eso Spruch vom Kiosk, sondern Realität. Und die Verantwortung dafür zu übernehmen macht Angst.

Sie macht Angst, aber das ist wahre Verantwortung. Das heißt Schöpfen. Das heißt Freiheit. Das heißt Liebe. Das heißt Leben. Dann kommen die wahren Absichten und Geschenke der Seele zum Vorschein. Und da keine Ängste mehr da sind um uns wieder davon abzulenken, können wir unser Licht scheinen lassen und die Welt verändern. Wir müssen nichts mehr beweisen, weder uns noch anderen, wir müssen nichts erreichen, wir brauchen nichts von anderen,wir müssen vor nichts weglaufen, wir müssen nichts erfahren.

Und dadurch erfahren wir alles.

 

Aber wie gesagt, man kann auch dem Hund die Schuld geben.

In Liebe, Danylo