Kennst du das? Du liegst im Bett und willst einschlafen. Unbedingt. Du weißt dass du mrogen früh aufstehen musst, weil eine Prüfung, eine Reise, ein Meeting, oder ein Aufrtitt anstehen und du den Schlaf und die Ruhe gut gebrauchen könntest um voll auf der Höhe zu sein.

Du willst schlafen. Wirklich und ehrlich.

Und was passiert? Dein Kopf kreist um die letzten dummen Posts von Instagram, das letzte Gespräch mit deiner Mutter, die SchauspielerIn die genauso aussieht wie du gerne aussehen würdest und fuck! Ich WILL DOCH SCHLAFEN! WIE KANN ICH SO DUMM SEIN UND NCIHT EINFACH EINSCHLAFEN WENN ICH DOCH WEISS DASS ES MIR GUT TUN WÜRDE??

So in etwa fühlt es sich für mich an wenn ich gegen unangenehme Gefühle gehe.

Ich weiß dass es mir gut tun würde nicht mehr dagegen zu kämpfen, mich zu ergeben. Was aber passiert: ich will mich einfach nur ausruhen und entspannen und diese besch'''''' Gefühle lassen mich aber nicht. Wieso eigentlich? Sind die wie meine sadistischen Gymnasiallehrer, die es genießen andere leiden zu sehen weil sie Selbstwert daraus ziehen? Sind Gefühle eigentlich wie Vampire die uns Energie und Lebensfreude saugen? Naja, wenn sie so aussehen wie Damon von Vampire Diaries, dann wäre es halb so wild...

Sind Gefühle gegen uns?

Nein. Wir sind gegen unsere Gefühle. Aber unsere Gefühle sind bedingungslos auf unserer Seite. Obwohl wir sie unser Leben lange scheiße behandeln, nicht beachten und verfluchen.

Gefühle sind im Kern dafür da unser überleben zu sichern.

Angst beschützt uns vor Gefahren in der Wildnis, Ekel vor Vergiftungen, Wut vor Unterwerfung und Liebe sichert unsere überleben durch die Integration in eine Gemeinschaft. Ultimatv sind Gefühle da um unser Leben zu sichern und das weitergeben unserer Gene. Ich weiß, klingt mega romantisch und gar nicht wissenschaftlich. Warum gibt’s da noch keinen Disney Film darüber? Gibts lustigerweise sogar: „Alles steht Kopf.“ Ein Pixar Film. Gehört aber zu Disney.

Wenn Gefühle aber nicht gegen uns sind. Warum leiden wir dann so unter ihnen?

Weil wir gegen sie kämpfen. Weil wir vor ihnen fliehen, sie unterdrücken und in die tiefsten Keller unsres Unterbewusstsein sperren.

Jung nannte das den „Schatten“, andere sprechen von Seelenwelten, aber egal wie du es nennst, Tatsache ist, dass alle Gefühle. Alle ungefühlten Gefühlte noch in uns stecken. Weggesperrt, manchmal sogar abgespalten. Aber sie sind da. Und je mehr davon angestaut ist, desto mehr bestimmen sie unser Leben. Wie das? Wenn ich doch alles erfolgreich unterdrücke können die mich doch nicht bestimmen? Dann hab ich doch gewonnen?

Wenn du wirklich so denkst würde ich sagen :

Gratulation, du hast das Zeug zu einer echten DiktatorIn. Und wie eine echte DiktatorIn, wirst du irgendwann eine Rebellion erleben. Und die erste wirst du vielleicht Niederschlagen, die zweite auch... aber irgendwann wird die Rebellion so groß, dass du gestürzt wirst.

Was auf jeden Fall passieren wrid: du wirst in ständiger Angst vor der Rebellion leben und dein ganzes Handeln und deine ganze Energie danach ausrichten, sie ja im Keim zu ersticken.

Viele DiktatorInnen projizieren auch in den Feind da draußen um im eigenen Land zusammenhalt zu stärken. Das funktioniert ne Zeit lang, aber auch nicht für immer.

Wäre es nicht schöner auf die Menschen zu hören ? Sie zu integrieren? Sich alle Meinungen anzuhören? Einen Konsens zu finden? Die Existenz von allen anzuerkennen? Damit sich alle verstanden und gehört finden?

Würde du so nicht viel besser nachts schlafen können? Als dass du ständig Angst haben müsstest, dass die Meute deinen goldenen Palast stürmt?

Genau so gehen wir mit unseren Gefühlen um, wir bauen einen goldenen Käfig. Und unterdrücken alle Gefühle da draußen. Aber sie sind nicht gegen uns. Im Kern unseres Wesens sind wir alle voller Liebe und Licht. Unserer Gefühle weisen uns nur auf Themen hin die wir noch nicht angeschaut haben. Wenn wir diese Gefühle zulassen und fühlen um sie dann mit Liebe loszulassen, befreien wir uns nach. Und nach. Wir freunden uns mit unserem „Schatten“ an und merken schließlich, das unser ganzes System für uns ist und uns was gutes will. Wir müssen nirgendwo hinkommen, wir müssen nichts verstehen, wir tragen alles in uns. Wir müssen es nur zulassen.

Und schrittweise kommen wir mehr und mehr zu unserem Kern: ein von Licht strahlendes Wunder, dass mit dem unschätzbaren Geschenk des Lebens beglückt wurde.

In Liebe, Danylo

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