Es ist dein Geburtstag. Du stehst in der Küche, nachher kommen die Verwandtschaft und die Freunde. Seit Wochen wartest du darauf. Du weißt genau was du kochen willst und macht Musik an. Schenkst dir ein Glas Wein ein und los geht’s.

Du hast gute Laune und die Zutaten sehen toll aus. (Den komischen Geruch ignorierst du mal.) Du kochst Stundenlang und endlich kommen die Gäste. Die Stimmung ist ausgelassen, alle warten auf das groß angekündigte Festessen. Du kommst herein. In deinem Lieblingsoutfit. Strahlend, es ist schließlich dein Geburtstag und stellst das Essen auf den reichlich geschmückten Tisch. Es wird bewundert und applaudiert. (Nur manche riechen wieder etwas komisches, sind aber zu höflich was zu sagen. )

Dann der Moment. Alle fangen an zu essen. Du hebst deine Gabel, es sieht so köstlich aus, beißt rein und... dir wird kotzübel.

Das Essen ist verdorben. Verfault, vergammelt. Du schaust dich um. Hat sonst jemand was gemerkt? Du kriegst Panik, haben die anderen den gleichen Geschmack im Mund? Aber nein, die meisten Gäste lachen, trinken Wein und sprechen Lob aus, wie toll das Essen aussieht, oder sogar schmeckt. Einige verziehen dabei leicht das Gesicht und sprechen trotzdem wohlwollende Komplimente aus. Oder hast du dir das eingebildet? Die haben das doch gemerkt, oder?

Nur eine Person bleibt recht ruhig. Am Abend, nachdem alle gegangen sind, bleibt dieser Mensch zurück. Sie hilft dir beim Abwasch, räumt mit dir auf. Nachdem alle zur Tür raus sind, dreht sie sich behutsam zu dir und fragt: „Alles ok bei dir?“

Booooom, mega Auflösung: es geht hier nicht ums Essen, sonder: ums Glück. (Und kleiner Freundschafts- / Partner- / Familien- ratgeber nebenbei ;))

Warum zaubern wir ungenießbare Gerichte des Glücks, wenn wir doch die richtigen Intentionen haben und es vielleicht sogar aus Liebe zu anderen machen? (Und warum sagt niemand wie es wirklich schmeckt ???? Andere Diskussion, Aufrichtigkeit ist selten und ungemein wertvoll. Andere Menschen können einem oft besser Dinge spiegeln, als wir selbst sie, durch die Brille des Egos, wahrnehmen )

Das Essen wird ungenießbar, weil wir von Anfang an mit alten, verfaulten, abgelaufenen Zutaten gekocht haben. Das wollten wir nur nicht wahrhaben. Wir sagen uns, ach, die Äpfel gehen noch, oder ach, die Tomaten sehen doch gut aus, oder, ich hab bis jetzt immer mit verschimmelten Kartoffeln gekocht. Erst wenn wir anfangen mit neuen, frischen, unverbrauchten, unbehafteten, bedeutungslosen (heißt nicht unschön... im Gegenteil, heißt in dem Moment die ganze Schönheit neu entdecken) Zutaten zu kochen, werden wir wirklich Glück und Liebe auf den Tisch stellen. Für uns und für andere.

Es ist egal wie oft wir mit Yoga, Reiki, Schulmedizin, Gurus, Partys, Ritualen, Büchern, Drogen, Sex, Arbeit, Erfolg, Geld, Bestätigung etc. Kochen.... es wird immer das gleiche rauskommen. Etwas dass erstmal gut aussieht. Aber im Kern verdorben ist. Weil es die Zutaten sind, die den Unterschied machen.

Boooom, noch ne Auflösung: die Zutaten sind unsere Gefühle aus der Vergangenheit.

Also, mal wieder: akzeptieren, fühlen, loslassen. Dem inneren Kind Raum geben. Es fühlen, um es zu heilen.

Das ist alles meine Erfahrung und kann natürlich 100 Prozent daneben liegen ;). Wenn es dir anders geht, dann freut mich das ungemein für dich! Aber sei richtig ehrlich zu dir....bringen die ganzen Sachen dauerhaft was? Oder nur für den Moment?

In Liebe, Danylo